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By Roman Böckmann

ISBN-10: 3531179284

ISBN-13: 9783531179285

Die substitutive inner most Krankenversicherung (PKV) zählt zu den institutionellen Besonderheiten des deutschen Gesundheitssystems. Galt sie lange Zeit als Garant einer medizinisch hochwertigen Versorgung, so steht sie heute mehr denn je unter gesundheitspolitischem Reformdruck. Zum einen wird der institutionelle Dualismus aus gesetzlicher und privater Krankenversicherung zunehmend in Frage gestellt, zum anderen bestehen auch innerhalb der PKV erhebliche Strukturdefizite. In diesem Buch wird der Frage nachgegangen, wie die Probleme der PKV vor dem Hintergrund bereits vollzogener Gesundheitsreformen gelöst werden könnten. Ziel dieses interdisziplinär angelegten Ansatzes ist es, die gegenwärtigen Probleme der PKV sachanalytisch zu erfassen, Bedingungen und Grenzen möglicher Veränderungen zu analysieren, Argumente und Lösungsansätze zu prüfen sowie praxistaugliche Vorschläge für eine konstruktive Weiterentwicklung der PKV zu unterbreiten.

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Hier gilt in besonderem Maße die bereits angedeutete Kritik, dass wissenschaftliche Expertise oftmals in enger Kooperation mit oder sogar im Auftrag von privaten Versicherungsunternehmen generiert wird. Den meisten juristischen Ausführungen liegt ein eher konservatives Bild des Wohlfahrtsstaates zugrunde, das am berufsständischen Zuweisungssystem zur PKV zumeist ebenso festhält wie am normativ begründeten Vorrang der Individualversicherung vor der Sozialversicherung (Präve 2005; Zipperer 2003).

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass es sich bei den versicherten Leistungen um soziale Risiken handelt, die zumeist in lebenslanger Perspektive abgesichert werden. Dies gilt grundsätzlich für die Versicherten beider Versicherungssysteme. Aus der Langfristigkeit der Versicherungsverhältnisse resultieren in allen modernen Rechtsstaaten Eigentumsrechte und Bestandsschutzgarantien, die allzu radikalen Umbauplänen einen verfassungsrechtlichen Riegel vorschieben würden (Schulte 2005: 17-24). Die Erwartung großer „Jahrhundertreformen“ erweist sich vor diesem verfassungsrechtlichen Hintergrund oft als nicht erfüllbar.

Die Entdifferenzierung von Wohlfahrtsmarkt und Wohlfahrtsstaat (Bode 2005: 251) deutet vor allem auf den ambivalenten Charakter eines solchen Arrangements hin, denn einerseits soll ein sozialpolitischer Gestaltungsauftrag wahrgenommen werden, der gesellschaftlich unerwünschte Marktergebnisse korrigiert, andererseits wird aber die Verantwortung hierfür wieder verschiedenen Märkten übertragen, die genau jene markttypischen Unsicherheiten wieder hervorbringen. Der Vorteil dieses Konzepts liegt aber nicht nur darin, den hybriden Charakter solcher Modelle zu beschreiben.

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Quo vadis, PKV?: Eine Branche mit dem Latein am Ende? by Roman Böckmann


by Daniel
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